Coming soon: Wolfgang Lackerschmid – LAKE GENEVA

Wolfgang Lackerschmid vibes
Chuck Loeb guitars
John Lee bass
Marilyn Mazur drums, percussion

08. Juni 2018
Label hipjazz
Art.Nr. hipjazz 015
Vertrieb Galileo Music

Dieses Album ist eine einmalige musikalische Dokumentation aus dem Sommer des Jahres 1995.
Mit Wolfgang Lackerschmid, Chuck Loeb, John Lee und Marilyn Mazur trafen vier stilbildende Jazz-Charaktere aufeinander, die für diesen unwiederbringlichen Moment eine Musik voller melodischer Ausdruckskraft, pulsierender Leichtigkeit und klanglicher Transparenz kreierten. Trotz der harmonischen Zusammenarbeit kam es danach bedauerlicherweise zu keiner weiteren Begegnung in dieser Formation, und wird es nach dem Tode von Chuck Loeb im vergangenen Jahr auch keine mehr geben können.

Tracklist
Spirits Rise / The Ninth Step / Cabeca Feita / Our Sweet Love / Wedding Gift / Bells / Funky Alex / La Siesta / Sospejvlet / Grooving At The Lake

„Diese Aufnahme entstand in einer herrlich inspirierenden Sommerwoche am Genfer See. Eingeladen von Lady Hamilton bauten wir unsere Instrumente und Studioausrüstung in ihrem Wohnzimmer auf, wo wir – zwischen guten Mahlzeiten und Bootsfahrten – immer dann aufnahmen, wenn wir uns danach fühlten. Ihr Bruder Fritz-Georg Walther hatte seine Traumband zusammengestellt, die auch nur ein einziges Mal für diese Aufnahme zusammentraf. Schon vom ersten Take an wussten wir, dass dies ein großartiges Album werden würde. Da die Plattenfirma der ursprünglichen Veröffentlichung nicht mehr existiert, war diese Produktion seit über 20 Jahren nicht erhältlich. Ich freue mich, mit dieser Wiederveröffentlichung die wunderbare Musik nun mit Euch teilen zu können.“ (Wolfgang Lackerschmid, März 2018)

Fragen an Wolfgang Lackerschmid zu LAKE GENEVA

Wie kam es zur Zusammenarbeit mit Fritz-Georg Walther und seiner Schwester Lady Hamilton?
Fritz-Georg Walther habe ich Anfang der Neunziger kennengelernt. Ich gebe einmal im Jahr einen Workshop in St.Gerold im Großen Walsertal, und er war dort einer der Teilnehmer. Wir haben uns gut verstanden und den Kontakt gehalten. Seine Schwester kam nach einem meiner Auftritte in New York auf mich zu und stellte sich vor. Sie war so begeistert von der Musik, dass sie den Wunsch äusserte, eine Jazzband zu sich einladen zu wollen, um den Prozess einer CD-Produktion komplett miterleben zu können.

Hattest Du mit den anderen Band-Mitgliedern zuvor schon musikalisch zu tun?
Mit John Lee arbeite ich bereits seit 1980 zusammen. Ich holte ihn zu unterschiedlichen Projekten nach Europa und wurde meinerseits immer wieder von ihm als Gastsolist in die USA eingeladen, unter anderem zu den Dizzy Gillespie Alumni Allstars und The Fantasy Band. Bei letzterer lernte ich Chuck Loeb kennen, der dann auch bei meiner CD „New Singers, New Songs ’94“ mitwirkte. Mit Marilyn Mazur machte ich erst bei der Aufnahme für dieses Album Bekanntschaft. Sie dafür einzuladen war eine geniale Idee von Fritz-Georg, da durch die groovende aber transparente Percussion und die Klangmischung von Vibraphon und E-Gitarre ein ganz besonderer Sound entstand.

Wie hat die ungewöhnliche Situation vor Ort die Aufnahme beeinflußt?
Da wir Tag und Nacht jederzeit aufnehmen konnten, waren wir nicht unter Zeitdruck, sondern entschieden je nach Laune, was wir wann spielen wollten. So haben wir die energetischen Momente für Spirits Rise oder Grooving At The Lake genauso optimal nutzen können, wie die entspannten. Diese waren dann vor allem nach der immer köstlichen Bewirtung auf der Terrasse am See, oder nach Ausflügen mit dem Boot.

Wer hat die Titelauswahl getroffen?
Jeder von uns brachte Kompositionen und Ideen mit. Mit Chuck und John spielte ich in der Woche vor der Aufnahme ein Trio-Konzert in Österreich. Bei diesem hatten wir bereits die drei Titel von Chuck und einige meiner Stücke im Programm.

Sind Kompositionen extra für diese Aufnahme entstanden?
John schrieb seine Beiträge während der rund vierstündigen Autofahrt zum Genfer See.
Wedding Gift hatte ich kurz zuvor für die Hochzeit von Fritz-Georg und seiner Frau Anke komponiert. Somit war klar, dass davon auch eine Version mit dieser Band aufgenommen werden sollte. Marilyn gab uns Sospejvlet erst nach ein paar gemeinsamen Tagen; ob sie es vor Ort geschrieben hatte, weiß ich nicht mehr.

Hattest Du in der Zeit seit der Aufnahme noch Kontakt zu den anderen Band-Mitgliedern?
Mit John spielte ich seitdem bei weiteren Tourneen und verschiedenen CD-Projekten zusammen. Chuck und Marilyn habe ich gelegentlich bei Festivals getroffen, wo wir aber jeweils mit eigenen Bands nacheinander auftraten.

Warum hast Du genau diesen Zeitpunkt zur Wiederveröffentlichung gewählt?
Ich hatte schon seit mehreren Jahren mit dem Gedanken gespielt, die Produktion wieder auf den Markt zu bringen. Durch den Zusammenbruch der Plattenfirma ging sie zur damaligen Zeit komplett unter. Als ich dann letztes Jahr von Chucks Tod erfuhr, war ich sehr berührt, habe mich wieder an unsere gemeinsame Zeit und die Aufnahme erinnert, und Kontakt zu Fritz-Georg Walther, dem damaligen Produzenten, aufgenommen.

Gibt es einen Unterschied zwischen der Veröffentlichung von damals und dem aktuellen Album?
Die Aufnahmen von damals (verantwortet von Tonmeister Adrian von Ripka / Bauer Studios) waren klanglich wunderschön. Für die Wiederveröffentlichung habe ich aus musikalischen Gründen einige wenige Passagen gekürzt, einen Bonustrack (Grooving At The Lake) hinzugefügt und ein subtiles Remastering vorgenommen.

Wie empfindest du dein Vibraphon-Spiel von 1995?
Das kann ich selbst nicht objektiv beurteilen. Sobald ich die Musik höre, sehe ich die Bilder dieser Woche vor mir, mit allen beteiligten Menschen, dem Ort und allem, was drumherum geschah.

www.lackerschmid.de

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